Steuergerechtigkeitscheck Oktober 2025: Inakzeptabler Reichtum

„Die üblichen Verteilungsmaße […] sind nicht geeignet, um Aussagen treffen zu können, welches Maß an Ungleichheit als gesellschaftlich inakzeptabel anzusehen ist, da diese normative Bewertung auch von der Entstehung und Verwendung von Einkommen und Vermögen abhängig ist.“ Das schreibt das Bundesfinanzministerium als Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken zur Frage der Ungleichheit. Im kurz darauf veröffentlichten Armuts- und Reichtumsbericht liefert die Bundesregierung trotzdem wieder nur die üblichen Verteilungsmaße. Aber Rettung naht: In unserer neuen Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung sowie unserer Artikelserie im Surplus-Magazin erkunden wir, ob die deutschen Milliardenvermögen ihrer grundgesetzlichen Pflicht nachkommen und dem Wohle der Allgemeinheit dienen und wann Reichtum inakzeptabel wird. Mehr dazu und viele weitere spannende Neuigkeiten – von der neuen Reichenliste bis zu unserem neuen Handbuch – wie üblich im Newsletter und zum Nachhören im Podcast, diesmal mit Reiner Holznagel vom BdSt als Gesprächspartner (Spotify, Apple Podcasts, YouTube).

+++Druckfrisch: Das neue Handbuch Steuergerechtigkeit+++Eigentum verpflichtet: Wohlstand für alle –  statt inakzeptabler Reichtum+++Wissenslücke Reichtum: Neue Reichenliste und der Armuts- und Reichtumsbericht+++Steueränderungsgesetz 2025: Teure Klientelpolitik statt zukunftsfähige Steuerreformen+++Neue Oxfam-Studie: Vermögen und Vermögensbesteuerung in der EU+++ Sensationserfolg: Brasiliens erster Schritt zur Milliardärssteuer?+++CO2-Steuer: Emissionen senken oder Haushaltsloch stopfen+++Geldwäschebußgeld wegen Cum-Ex?+++

Druckfrisch: Das neue Handbuch Steuergerechtigkeit

Das überarbeitete und gedruckte Handbuch Steuergerechtigkeit ist endlich da. Auf 40 Seiten und mit vielen Beispielen und Illustrationen erklärt es die Grundlagen des (deutschen) Steuersystems, die größten Gerechtigkeitslücken und unsere Reformvorschläge – auch für Menschen ohne Vorkenntnisse. Das Handbuch steht hier zum Download bereit und kann hier kostenlos als Printausgabe bestellt werden.

Steuern für Gerechtigkeit 

Eigentum verpflichtet: Wohlstand für alle – statt Überreichtum für Wenige

Stellen Sie sich vor, der Staat wüsste nicht, wie viele Kinder sie haben und die Lehrer in der Schule würden nicht kontrollieren, was die anwesenden Kinder den ganzen Tag in der Schule treiben. Unvorstellbar. Dabei geht es nur um die Schulpflicht und den staatlichen Bildungsauftrag, der im Grundgesetz nur sehr vage formuliert ist (Artikel 7).

Bei einer anderen grundgesetzlichen Pflicht und einer zentralen wirtschaftspolitischen Frage ist dieses Vorgehen Gang und Gebe. In Artikel 14 findet sich der Satz: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Doch weder Staat noch Öffentlichkeit wissen genau, wie viel Vermögen die Reichsten tatsächlich besitzen. Und selbst die Eigentümer der größten Vermögen konnten sich bislang erfolgreich jeder Form von Rechenschaft entziehen.

Gleichzeitig senkt die Politik seit Jahren die Steuern für große Vermögen und Unternehmen – in der Hoffnung, dass die Begünstigten das gesparte Geld in neue Investitionen und Arbeitsplätze stecken. Doch ob das tatsächlich geschieht, wird kaum überprüft.

Genau diese Frage untersuchen wir in unserer neuen Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung “Wohlstand für alle!” anhand er größten deutschen Privatvermögen. In unserer neuen Artikelserie im Surplus Magazin setzen wir die Analyse fort und widmen uns jeden Monat einem großen Milliardenvermögen. Den Auftakt machen die BMW-Erb*innen Stefan Quandt und Susanne Klatten. Weiter geht es in Kürze mit dem Gründer der Schwarz-Gruppe (Kaufland/Lidl) Dieter Schwarz.

Unsere Erkenntnisse bisher:

  • Eigentum verpflichtet heute faktisch zu nichts. Nicht einmal zu einer grundlegenden Rechenschaftspflicht darüber, was aus den fast 20 Milliarden Euro Dividende geworden ist, die seit 1998 von BMW an die Familie Quandt/Klatten geflossen sind oder wie hoch der Gewinn der deutschen Lidl-Filialen ungefähr ist.
  • Die Steuersenkungen der Vergangenheit haben vor allem zwei Dinge erhöht: erstens die Vermögen der Superreichen und zweitens deren Auslandsvermögen.
  • BMW und Lidl haben zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen – auch in Deutschland. Ob das dem Standort Deutschland langfristig hilft und dem Wohle der Allgemeinheit dient, darüber sollten wir streiten. Die Börse sagt: BMW hat zwar 90 Milliarden Euro Gewinne angehäuft, seinen Wert aber nur um 30 Milliarden Euro gesteigert – also wenig nachhaltig investiert. Und Lidl lohnt sich vielleicht für die Kunden, nicht aber für die Bauern, Zulieferer und lokalen Konkurrenten; und für seine Heimatstadt Heilbronn ist das enorme Vermögen von Dieter Schwarz Fluch und Segen zugleich.

Wissenslücke: Reichtum im Manager Magazin und im Armuts- und Reichtumsbericht

Letzte Woche wurden die bisher wahrscheinlich bedeutendsten Quellen zur Reichtumsfrage aktualisiert. Das Manager Magazin hat die 25. Reichenliste veröffentlicht und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Entwurf zum 7. Armuts- und Reichtumsbericht vorgestellt. Die Wissenslücke zu den großen Vermögen ist dadurch aber nicht kleiner geworden.

Laut Manager Magazin ist die Zahl der Milliardäre von 249 auf 256 gestiegen, das Vermögen der Top 100 nur minimal von 756,8 auf 758,1 Milliarden Euro gestiegen. Größte Gewinner waren die Eigentümer der Rüstungsfirma KNDS, größter Verlierer die Familie Merck (Pharma), reichster Neueinsteiger Familie Schwarz-Simon (2,2 Milliarden Euro). Anders als z.B. in der Corona- oder Energiekrise wirkt sich die Wirtschaftsflaute also demnach  auf das Wachstum der Milliardärsvermögen. Demgegenüber gab es 2025 wieder ordentliche Zuwächse an den Börsen und große Dividendenausschüttungen. Wie stark die deutschen Milliardäre davon profitiert haben, erfasst das Manager Magazin weiterhin nicht –  auch weil die Daten zu den Ausschüttungen dazu weitgehend nicht öffentlich zugänglich sind. Tatsächlich sind die Milliardenvermögen deshalb noch deutlich größer als in der Reichenliste ausgewiesen – und sie dürften auch im Jahr 2025 erneut deutlich gewachsen sein.

Der Armuts– und Reichtumsbericht (ARB) enthält die üblichen Verteilungsmaße (der GINI-Index der Vermögensverteilung ist leicht gesunken), aber nach wie vor keine hilfreichen Information über Umfang, Entwicklung, Entstehung und Verwendung der sehr großen Vermögen. Menschen mit niedrigem Einkommen waren stärker von der Inflation betroffen und eine Eigentumswohnung ist mit dem Medianeinkommen weiterhin unbezahlbar, die gemessene Ungleichheit hat sich aber kaum verändert. Das ist wenig überraschend: Laut Bundesbank besitzen die ärmeren 90 Prozent der Bevölkerung insgesamt knapp 7 Billionen Euro (ca. 40 Prozent) Vermögen, darunter Immobilien im Wert von etwa 5,5 Billionen Euro und Spareinlagen von knapp 1,5 Billionen Euro. Der Rest des Vermögens, insbesondere fast alle Unternehmensanteile und die vermieteten Immobilien, gehört den reichsten 10 Prozent. Viel ungleicher kann es also nach den gängigen Ungleichheitsmaßen und mit den Daten, die das Vermögen der reichsten 0,1 Prozent nicht ordentlich erfassen, nicht werden.

Eine Studie des DIW Berlin für den ARB versucht die Faktoren des Vermögensaufbaus anhand der Befragungsdaten aus dem SOEP bis 2019 nachzuvollziehen und kommt aus dem gleichen Grund zu wenig überraschenden Erkenntnissen: Wer arm geboren wird, hat kaum Chancen aufzusteigen oder gar reich zu werden und Vermögenswachstum für “normale” Menschen bedeutet vor allem eine Immobilie in guter Lage zu besitzen – vorausgesetzt man kann es sich leisten – oder zu erben.

Steueränderungsgesetz 2025: Teure Klientelpolitik statt zukunftsorientierte Steuerreformen

Das Steueränderungsgesetz 2025 bringt ab Januar 2026 unter anderem verschiedene Steuererleichterungen: Für Berufspendler steigt die Entfernungspauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer und die Mobilitätsprämie wird entfristet In der Gastronomie sinkt die  Umsatzsteuersatz von 19 % auf 7 %. Gemeinnützige Organisationen profitieren von höheren Freigrenzen und Pauschalen und auch E-Sport (Gaming) ist nun von der Gemeinnützigkeit umfasst. Versteckt im Cuxhaven-Gesetz, das die Freizone Cuxhaven auf Antrag des Betreibers abschafft, findet sich auch die Wiederherstellung der Steuervergünstigung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Agrardiesel). Das Finanzministerium schätzt die Mindereinnahmen aus dem Steueränderungsgesetz auf insgesamt 5 bis 6 Milliarden Euro pro Jahr – darunter 3,6 Milliarden Euro für die Gastronomie, 1,1 Milliarden Euro für die Entferungspauschale und weitere 0,4 Milliarden Euro für den Agrardiesel.

Weitere Nachrichten:

  • Erbschaftsteuer: Die Debatte um eine gerechte Erbschaftsteuer nimmt Fahrt auf. Die Mitgliedsorganisationen des Netzwerks Steuergerechtigkeit haben ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet, das zentrale Reformvorschläge definiert.
  • Besteuerung großer Vermögen: Mit Blick auf die wachsende Zahl neuer Milliardäre haben wir gemeinsam mit einer breiten Allianz von über 25 Organisationen – die zusammen mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland vertritt, darunter Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Umweltorganisationen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen – ein Pressestatement für eine gerechtere Besteuerung großer Vermögen veröffentlicht.
  • Ministerin Reiche berät Reiche: Frag den Staat hat spannende Details zu Gesprächen zwischen Stiftung Familienunternehmen und Wirtschaftsministerium veröffentlicht. Immerhin weißt das Ministerium in den Gesprächsnotizen deutlich darauf hin: Die Stiftung vertritt nicht den deutschen Mittelstand, sondern 600 Großkonzerne.

Internationale Steuergerechtigkeit 

Neue Studie: Vermögen und Vermögensbesteuerung in der EU

Der Abstand zwischen der ärmeren Hälfte und dem reichsten Prozent ist vom 522-fachen (1995) auf das 740-fache (2023) gestiegen. Der Anteil des Staates am Vermögen ist von 10 auf 6 Prozent gesunken. Die 1.000 größten Unternehmen der EU haben von 2002 bis 2024 die Dividenden um 155 Prozent und die Gehälter nur um 112,6 Prozent erhöht. Die ertragreichste und höchste Erbschaftsteuer gibt es in Belgien. Dänemark besteuert Kapitalerträge mit bis zu 42 Prozent. Diese und viele weitere interessante Fakten und Grafiken finden sich in der neuen Oxfam-Studie zu Vermögen und Vermögensbesteuerung in der EU. Mein persönliches Highlight ist allerdings das Vorwort von Marlene Engelhorn mit nebenstehendem Zitat.

“We create the cost-of-living crises by making living expensive or even unaffordable; we withhold the public funds needed for public infrastructure; we pocket profit from soaring prices. We hide behind philanthropy to draw attention away from the fact that we have effectively created the problem we pretend to solve with a fraction of the return on investment. Meanwhile, our stocks and shares essentially set the planet on fire and discard human life, especially in the Global South.“

Brasiliens erster Schritt zur Milliardärssteuer?

Sensationserfolg: Das brasilianische Parlament hat einstimmig! dem Vorschlag des Finanzministers für eine höhere Besteuerung von großen Vermögenseinkommen zugestimmt. Dabei ist die linke Wahlallianz von Präsident Lula und Finanzminister Haddad mit 15,7 Prozent dort gegenüber der Lobby der Reichen normalerweise in klarer Unterzahl. Wie kam es dazu? Und kann die SPD davon lernen?

  1. Fokus auf Steuersenkung für die untere Mitte: Selbst konservative Zeitungen stellen in ihrer Berichterstattung die durch die höheren Steuern ermöglichten Steuersenkungen am unteren Ende der Einkommensverteilung in den Fokus. Weil die Freigrenze stärker steigen soll als die Inflation, fallen etwa 10 Millionen Brasilianer mit einem Einkommen bis etwa 800 Euro komplett aus der Steuer und sparen in der Spitze ungefähr ein Monatseinkommen.
  2. Gute Kampagne und viel Glück: Über die Videos von Influencern und Katzen haben wir schon berichtet. Auch die Prime-Time-Soap-Opera “Vale Tudo” hat mitgeholfen (Die Milliardärssteuer als Fall für den Tatort?!). In der Hauptrolle: Odete Roitman als unsympathische Superreiche. Eine Millionen Menschen sahen den X-Post des Abgeordneten Guilherme Cortez, der die ungerechte Besteuerung am Beispiel von Charakteren aus der Serie thematisiert. Die Schauspielerin von Odete reagierte und forderte eine höhere Steuer für Superreiche. Vor allem aber hatte sich das Parlament gerade mit einem Amnestiegesetz für Korruption blamiert und konnte sich nicht noch eine Blamage leisten.
  3. Trotzdem noch viel Arbeit: Kern der Steuerreform ist eine Mindeststeuer von bis zu 10 Prozent auf Vermögenseinkommen oberhalb von etwa 100.000 Euro (und ergänzend dazu eine Quellensteuer von 10 Prozent auf große Dividenden). Bereits gezahlte Einkommensteuer wird angerechnet. Aber: In Vermögensverwaltungsgesellschaften einbehaltene Gewinne sind nicht betroffen und Unternehmer, die bereits 34 Prozent Unternehmenssteuer gezahlt haben, sind ebenfalls weitgehend befreit. Die Steuer verbessert also das besonders ungerechte brasilianische Steuersystem, ersetzt aber nicht die Milliardärssteuer.

Steuern für Gesundheit und Umwelt

CO2-Steuern: Emissionen senken oder Haushaltsloch stopfen?

Forschende der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Potsdam sowie des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit am GFZ Potsdam haben CO₂-Steuern in 25 Ländern untersucht – mit Blick darauf, welche Begründungen ihrer Einführung zugrunde lagen und ob sie tatsächlich geeignet sind, Emissionen zu senken. Nur in sechs Ländern war die Steuer von Anfang an hoch genug, um überhaupt einen nennenswerten Einfluss auf den Ausstoß zu haben – darunter auch Deutschland. In den übrigen 19 Ländern wurde sie dagegen zu niedrig angesetzt und nur selten ausdrücklich mit Klimazielen begründet.

  • Drei Länder haben die Steuersätze schrittweise erhöht und die Steuer stärker auf Emissionsvermeidung bezogen (Schweiz, Frankreich, Kanada).
  • Drei haben die Einnahmen immerhin zur Finanzierung von Umweltprogrammen genutzt (Japan, Singapur, Kolumbien)
  • Dreizehn und damit mehr als die Hälfte haben bei der Einführung keine Klimaziele verfolgt und die Einnahmen für andere Zwecke genutzt. Argentinien wollte damit laut der Autoren für den OECD-Beitritt werben. In Polen war die Steuer pure Symbolpolitik.

Für weitere Informationen geht es hier zur Zusammenfassung und hier zur vollständigen Studie.

Finanzbeamte für ein gerechtes Steuersystem

Geldwäschebußgeld wegen Cum-Ex?

Im Rahmen einer Sonderprüfung wegen der Cum-Ex Fälle hat die BaFin ein Bußgeld von 3,3 Millionen Euro verhängt, weil zwischen 2023 und 2025 Geldwäscheverdachtsmeldungen systematisch nicht oder zu spät abgegeben wurden. Unser Verdacht: Das passiert auch bei vielen anderen Banken, fällt aber viel zu selten auf, weil selten so genau geprüft wird. Mehr dazu von der BaFinund in der Pressemitteilung der Bank.

Wir in den Medien

  • Wir konnten im Bericht aus Berlin sowie in der Tagesschau vom 5.10. deutlich machen, dass die Erbschaftsteuer gerechter werden muss.
  • Bei Monitor im ZDF haben wir die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Erbschaftsteuer im Zusammenhang mit Familienstiftungen erklärt und uns für eine Reform der Steuer ausgesprochen.
  • Bei frontal – das Magazin wurden Steuererhöhungen für Reiche thematisiert; wir sprachen über die Einnahmepotenziale der Vermögensteuer.

Hörens- und sehenswert

  • Bei unseren Podcast-Kollegen von „In der Wirtschaft“ erklärt Franziska Disslbacher von der WU Wien, wo die Probleme der Vermögensforschung liegen.
  • Bei detektor.fm spricht Marisa Becker mit Dr. Björn Wendt von der Universität Münster und mit Manuel Schmitt von Oxfam darüber, ob eine Vermögensteuer dazu beitragen kann, die Ungerechtigkeit zu bekämpfen, dass gerade Ärmere stärker von der Klimakrise betroffen sind.
  • Brauchen wir Steuern für Superreiche? Arte blickt dabei insbesondere auf die Forderung nach einer Mindeststeuer für Superreiche, sie Gabriel Zucman vom EU Tax Observatory vorschlagen und auch das Netzwerk Steuergerechtigkeit fordern.
  • Zu den großen Ungerechtigkeiten bei der Erbschaftsteuer gibt es jetzt auch einen WiPo-Beitrag von ver.di.
  • Lesetipp: Marc-Uwe Kling (Känguru-Chroniken) schickt in seinem neuen Comic Elon & Jeff auf den Mars. Im Spiegel-Interview fordert er eine höhere Steuer für Superreiche und bringt das Problem auf den Punkt: “Wenn sich ein Typ ein Massenmedium wie Twitter kaufen und dann nach Willkür dessen Regeln ändern kann, ist das gefährlich für unsere Demokratie. Wenn andere Milliardäre ihr Geld mit Öl und Gas verdienen und es dann ins Leugnen der Klimakrise investieren, zerstört das unsere Lebensgrundlagen. Wenn im Wettrennen um die KI viele Milliardäre mitmischen, die strikt auf Profit aus sind, dann ist das existenzbedrohend für die Menschheit. Ich finde, so viel Geld sorgt für eine undemokratische Ansammlung von Macht, die sich die Menschen in einer Demokratie nicht gefallen lassen sollten.”

Veranstaltungen

Dieser Beitrag wurde von der Europäischen Union kofinanziert. Der Inhalt liegt in der alleinigen Verantwortung vom Netzwerk Steuergerechtigkeit und spiegelt nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union wider.

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